Umlegungsverfahren

Für die gezählten Wegabschnitte sind die Wochenfrequenzen nun bekannt. Aber wie hoch ist die Frequenz an den restlichen Wegabschnitten?

Das "Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme" beantwortet diese Frage über eine Umlegungsberechnung. Diese Berechnung benötigt drei Inputs: das Wegstreckenmodell, Sollfrequenzen für eine Anzahl der Wegabschnitte und eine Liste aller im Bahnhof möglichen Wege.

Bewegt sich eine Person durch den Bahnhof, sammelt diese Wegabschnitte. Bei jeder Abbiegemöglichkeit kommt ein neuer Wegabschnitt hinzu. Hängt man alle Wegabschnitte aneinander, ergibt dies einen Weg.

Fraunhofer berechnet automatisiert alle plausiblen Wege die in einem Bahnhof beschritten werden können. Im Hauptbahnhof Zürich sind dies ca. 380'000 Routen. Ein nicht plausibler Weg führt zum Beispiel im Kreis herum – unplausible Wege werden verworfen. Ziel der Umlegung ist es die Kombination der Wege zu finden, welche alle Frequenz-Sollvorgaben erfüllt.

Ablauf der Berechnung: Ermittle aus allen möglichen Wegen den Weg, der am besten geeignet ist, zur gesuchten optimalen Lösung zu führen. Füge diesen Weg der Lösungsmenge hinzu. Wiederhole solange bis die Sollvorgaben möglichst exakt widergespiegelt werden.


 
Abb. Verfahren zur Frequenzumlegung